Das ist ein einschlägiger Moment in meinem Leben gewesen, wenn nicht die krasseste Schadenserfahrung, die mir je widerfahren ist. Und das “wider”-Wort 😉 hat hier einen ambivalenten Touch, denn in der Situation war mir diese Situation durchaus zuwider. Allerdings im Nachgang, im Nachgang entfaltete sich die große Macht dieses Erlebnisses und der Lerneffekte, die ich daraus zog.
Wissen Sie, man ist sich ja so einiges bewusst über den eigenen Charakter. Dass man bspw. ganz gut darin ist, Leuten zuzuhören, einige Leute behaupten, sie könnten sich keine Namen merken, dass man vielleicht ein großer Poet ist oder dass man die Fähigkeit hat, sich empathisch in seine Mitmenschen hineinzuversetzen und so ganz ohne Zutun deren Gedanken und Gefühle erahnen kann. Wenn ich diesen Gedankengang auf mich selbst beziehe, dann bin ich schon zuhauf zum Ergebnis gekommen, dass ich kein Teamplayer bin (@ zukünftige Arbeitgeber, hier bitte weghören) – also ich kann schlecht in Gruppen mitarbeiten. Mit Betonung auf das fett-markierte Wort, denn es geht ums Kollaborieren, ums Synergieren, ums Verantwortungssplitting. Der eine kümmert sich um das, der andere um das, etc. Aber so läuft das bei mir leider ned. Ganz und gar nicht. Mein Geist ist – warum auch immer (?!) – nicht darauf ausgelegt und kann es literally einfach nicht, in einer Gruppe ein “Teilnehmer” zu sein, der Befehle ausführt. Auch wenn ich es gerne würde. Und das aus mehreren Gründen:
- es hängt maßgeblich von der Qualität der Befehle ab – wenn ich nur einen Befehl als missgünstig erachte – sei es, weil er a) unzulänglich kommuniziert wurde, b) tatsächlich fehlerhaft ist oder c) shakkaa move your hips, dann … werde ich entweder
- a) die Motivation verlieren oder
- b) am Versuch, konstruktives “Kontra zu geben”, ersticken, weil dieses nicht richtig kanalisiert / gehört oder abgetan wird und dann a) oder
- c) den Befehl aus Resignation “blind” ausführen im Wissen, dass da was nicht stimmt (und genau dies habe ich im Arbeitskontext meiner letzten Beschäftigung in einem Maße “ausprobiert”, das mir alsbald zu Kopf stieg, sodass ich es gar nicht mehr aushielt … das fällt einem dann Monate später auf den Kopf, sag ich euch! Man nehme sich vor so was in 8) oder
- [Zusatz] d) wenn einem das Ergebnis einfach nicht so wichtig erscheint… “wenn’s schieftgeht, dann juckt”
Also… das ist eine Teufelsfalle. Wenn man nicht der Entscheider ist, muss man sich zum “Entscheider machen”. Das sagt sich so leicht, ist aber in der Realität häufig nicht viable. Man übernimmt ja als “Teilnehmer” leider keine Verantwortung für den Outcome von der ganzen Geschichte. Am Ende bürgt der Teamleader, der Entscheider… und das verringert die Motivation in einem maßgeblich – ja zentral – mitzudenken (in heutiger Zeit auch als “die KI-Falle” bekannt). Bei meiner letzten Tätigkeit merkte ich, dass Befehle auch stürmisch, ungeordnet, ja leider salopp gesagt ._. >schlecht und >falsch sein können. Das bestärkt mich weiter, die Entscheidungen lieber selber zu treffen. Außerdem ist man in seiner Arbeitskammer oft nicht repräsentativ genug… wenn man bspw. nur im Hinterzimmer tätig ist und ein anderer die Kommunikation nach außen übernimmt, dann WIE sollte ich mir da selbst einreden, dass meine Leistung irgendwie gesehen wird, meine Entscheidung irgendwie relevant sein wird, wo doch die Kommunikation nach außen harkt / nicht existiert / … Insofern: Der Schlüssel ist durchaus auch die Sichtbarkeit, Visibilität. In der BWL (= das Lieblingsstudium der Unentschlossenen) gibt es hier sogar ein Konstrukt.
Oder mehrere, wie sich bei spontaner Recherche zeigt. Wer kennt das nicht? Irgendwann in den Management-Vorlesungen kam es auf – das Problem der Invisibility, irgendein Modell, something… aber was es war, ob es was Handfestes war oder nur ein paar Wörter auf ner Folie vom rentennahen Prof., das lässt sich nicht sagen. Aber … SPONGEBOB (es wird bald ein Character Ranking geben, keine Frage, das lässt schon viel zu lang auf sich waten):

Also Impression Management hat mir der Thematik zu tun. Aber es nicht der Kern. Der Kern liegt in etwas, das ich schon kannte, bevor ich meine einschlägige Erfahrung gemacht habe. Das Datum war der 18.5.2023, und es ist mittlerweile über 2 Jahre her, aber es liegt mir immer noch in den Adern, mein Blut fließt danach, mein Gedankenapparat fetzt, während der Wagon am Deutsche Bank Park vorbeiprescht (🏟️ 50.072472289226255, 8.648156196168935 – übrigens, für alle, die PowerBI nutzen, in Datasets können einem solch präzise Koordinaten / latitude-longitude-Werte mal ganz schnell alles um die Ohren fliegen also lieber kürzen (; weiterer Tipp: mit BahnBonus kriegt man ab 1500 Statuspunkten << entspricht ca. 1500 Punkte / 25 Punkte pro Fahrkartenkauf = 60 Fahrten à 25€ = 900€ spendings >> 8 Freigetränke und das bedeutet alle möglichen Freigetränke also auch Gin Tonic, Sekt oder Wein und nicht nur den schäbigen Kaffee, der mit Yormas 2€-Schäumigkeit und Geschmack in nicht ansatzweiser Weise zu vergleichen ist). Der Kern. Der Kern. Der Kern.
Der Kern ist die
<<< missende Verantwortungsübernahme für seine Taten >>>
die gedankliche Freiheit des “Zurücklehnens”, die man nicht erfährt, wenn man nicht für seine Taten bürgen muss. Das ist das große Problem, das ich immer hatte. Die als zu gering erachtete Verpflichtung zur Verantwortungsübernahme. Keiner, der einem ein klares Wort sagt, du musst das liefern, sondern eher so was wie “die Person macht das und die das, etc.”. Das bringt nichts (für mich). Deswegen bin ich ein Verfechter, und werde das in meinen späteren Verantwortungsübernahmerollen auch genau so praktizieren:
KLARE ANSAGEN. KLARE AUFGABEN. KLARE ABSTIMMUNG. KLARES NACHFRAGEN, OB JEDER VERSTANDEN HAT, WAS ZU TUN IST. NACH KURZEM SELBST-MIT-DER-THEMATIK-BEFASSEN UND 1-NACHT-DRÜBER-SCHLAFEN FOLLOW-UP, OB WIRKLICH ALLES KLAR IST.
(Weil viele brauchen diesen Solo-DiveIn 😉 as opposed to die Anwesenheit von anderen Personen, in der man sich häufig nicht konzentrieren kann)
Und wie es die Verzweiflung (in der ich mich nach meiner einschlägigen Erfahrung befand, die mich komplett umgab und umwälzte, mir war nach Tränen, nach Schreien, nach unkontrollierten Gefühlsausbrüchen) so will und tut – sie erschafft den Drang, völlig wirres Gedankengut zu ordnen und auf Papier zu bringen (zB erwäge man das Tagebuchschreiben, welches primär in geistigen Schwäche- oder Aufgerütteltheitsituationen wie von selbst passiert) -> dementsprechend baut das verzweifelte Selbst metaphysische Konstrukte, sozusagen Brücken, Ventile und Karten (was nicht nur metaphysisch ist, sondern auch meta-phorisch), um den Zugang zu erleichtern 🫡✅ 🙂
Um nicht weiter auf die Folter zu spannen, geht es nun ans eingemachte: Was ist das Modell ? (flashback zu “du bist kein Modell” bei GNTM vor einigen Years of life)
Um das sinnvoll aufzudröseln, geht es nicht einfach, das Endprodukt als “Ding” reinzuschmeißen, sondern ich werde die Backstory (aus der sich alles ergab, “Back” meint hier das englische “Zurück”) genau aufschlüsseln und kommentieren und aus jeder Einzelerfahrung den Einzelteil meines Modells herausarbeiten, bis wir am Ende bei der Generalversion angelangt sind.
BACKSTORY:
Ich melde mich bei einer Fernsehshow an. Quizshow. Teilnehmeranzahl = 4. Man spielt im Team ☠️. In der Quizshow gibt es 3 verschiedene Wege, die man wählen kann mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ich bereite mich zuhause vor (logisch, rational), indem ich teste, welchen ich schaffen würde. Schaffe überhaupt nur knapp den leichtesten. Vermerkt.
>> @home Planung ist also O.K. 🆗

Tag der Wahrheit. Man trifft ein. Alle 4 Teilnehmer in Raum versammelt, wartend auf Showbeginn. Show wird auf ARD ausgestrahlt. Druck = medium hoch, viele werden Show sehen, bestimmt auch Bekannte.
>> Druck: medium hoch ⚡

In der Show kann man einen Geldpreis erspielen. Der liegt meist bei zw. 5 und 30 Tsd. €. In der Show kann man “rausfliegen”. Es wird sich darauf geeinigt, dass mgl Gewinne no-matter-what durch 4 geteilt werden, also “wir teilen eh” -> ☠️. Warum Totenkopf?
>> Das ermutigt akut Verantwortungsentziehung 🤷♂️, weil:
a) müsste man “nichts” dafür tun, die Belohnung zu erhalten, weil man sie sogar erhält, wenn man ausscheidet (!) man kann “die anderen machen lassen”
b) wird die eigene (in Aussicht stehende) Belohnung vermindert (!) nach dem Motto “man würde ja eh kaum was gewinnen”
c) wird auch die mögliche “Bestrafung” beim Fail vermindert

Insofern ein absoluter Schuss in den Ofen (mmN), wenn ich so drüber nachdenke, diese Strategie zu fahren. Es ist irgendwie so eine Art Kompromiss, um nicht bei irgendjemandem anzuecken und das Spiel irgendwie “spielerischer” zu halten, mehr just for fun, und weniger “wettbewerbisch” / “ergebnisorientiert”. Aber der Weg ist hier nicht das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel – und zwar gewinnen. Aber so hab ich damals auch nicht wirklich gedacht.. man wird auch irgendwie in die Stimmung da reingezogen, die nicht sonderlich auf TRIMMUNG, DISZIPLIN, GEWINNEN, etc. aus ist, sondern einem von den Mitarbeitern da durchaus sehr spielerisch übertragen wird, sehr.
>> “It’s all a game, be not too keen about it” – Motivation, zu gewinnen, sinkt ↘️

Dann fängt die Show an. Ich bin mir dieser Gedanken, die ich gerade schilderte, natürlich nicht bewusst. Kameras sind auf einen gerichtet. Man weiß gar nicht, wie man blinzeln soll. Uns wurde gesagt, man soll “man selbst sein” und “auch mal Dinge frei heraus zu sagen”, das wolle das ARD-Publikum sehen. Bingo, gemacht (zum Affen)👍. Fühlte sich sehr so an, sehr. An sich ist die Situation einfach super neu, es ist eine andere Welt, wenigstens kein Menschenpublikum im Studiuo, sondern nur die Kameras. Aber trotzdem bissl Lampenfieber. Zusammenfassung:
>> Stress, Überforderung: da

Und jetzt passiert das Unausweichliche. Ich stehe vor der Entscheidung, welchen Schwierigkeitsgrad ich fahre. All die Eindrücke, der Stress, die Überforderung, die Belohnungsverminderung durch unser “wir teilen eh”, die Teamleistung im Allgemeinen… irrationale Entscheidung uuuuund GO. Schwerster Schwierigkeitsgrad gewählt ✅ super. Prima. Direkt rausgeflogen? Ja. Ciao. “ihr macht das schon”. LOL (!??!?!) Aber so lief das ab, ich schwör.
Auf der Loserbank beobachte ich das Geschehen. Zwei literal Geniuses haben es ins Finale geschafft. Es kommt eine Frage, die nur ich wissen könnte (“In welcher dt. Stadt steht das schwangere Haus?”) ._. -.- Ok, fuck. Naja. Dann: Leider wurde das Finale mit 2 Punkten zu wenig verloren. Guess what: die 2 Punkte wären mit mir als Teilnehmer drin gewesen. Ich hätte nur mit ins Finale kommen müssen. Instant Schock für mich und Frühstadium des geistigen Zusammenbruchs beginnt, mit mehrtätigen Nachfolgen.
Im folgenden das gesamte Konstrukt als unausgereifter Versuch (der bislang aufgrund fehlender Follow-Up-Verzweiflung keinen weiteren Reifegrad verbuchte), mit der damaligen Situation zurechtzukommen und wenigstens ein “Learning” drauszuziehen (situational coping / learning-justified experiencing*) .
Getauft unter dem Namen “Das MODELL der verantwortungsabhängigen Motivationsgründe und -auswirkungen“.
Englischer Titel, fancy, real: “The model of responsibility-caused motivation(-less)”
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Da ist es. Ich hoffe, es fruchtet. Und lässt sich gut vereinnahmen. Dazu ist es da. Visuell repräsentieren, in welchem Takt die Uhr des Kopfes schlägt.
Ich danke Gefragt Gejagt für diese lebensnotwendige Erfahrung, den tatsächlich äußerst charmanten Moderator Alexander Bommel und grüße alle, die in Folge 673 zugeguckt haben.
Die Vorwürfe, dass die Jäger bei dieser Show in ihrer Kammer die Fragen der Teilnehmer auswendig lernen würden, weise ich für im Kontext und für den Zweck dieser heutigen Unterhaltung entschieden zurück, da es out of scope ist. Das wird ein andermal diskutiert @AR.
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* –> Die Stichworte situational coping & learning-justified experiencing lassen sich in ausführlicheren Worten übrigens übersetzen in den “Explorer’s path“. Dieser besagt, dass man ein hohes physisches und geistiges Risiko eingehend a) alle möglichen Erlebnisse macht, um seinen Gedanken- und Erfahrungsschatz zu erweitern b) wenn irgendwas gescheitert ist, sich ja immer sagen kann
> > "immerhin was draus gelernt"
… für Leute wie mich der ideale Lebensweg, da Geist + Charakter maßgeblich an Erfahrungen (ob gut oder schlecht, egal, hauptsache Erfahrung) geknüpft sind. Ich sage auch gerne mal: Ohne meine Erfahrungen wäre ich nix. Und genau das ist es – wenn man keine Erfahrungen macht, ist man demnach “nix”. Und wenn man nur “kleine” Erfahrungen macht, dann ist man “wenig”. Aber wenn man große, einschlägige, risikobehaftete, über einen hinaus gehende, out-of-the-box Erfahrungen macht, dann ist man “viel”. Und das ist es doch, was man sein will – viel, viel bringen, viel liefern, viel leisten, der Gesellschaft viel geben, seinen Liebsten viel geben, sich selbst viel gönnen können und wollen, all das. ‘Weniger ist mehr’ gilt ausschließlich für den Besitz von Wirecard-Aktien.
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PS: Instant positive outcome von dieser Erfahrung war eine Praktikumszusage am selbigen Tag, die ich natürlich abschlug – ein böses Omen… damit fuhr ich so gut! und bin bis heute dankbar für all das, wie es gekommen ist. Das Praktikum wäre mit Sicherheit die Hölle und goar nischt für mich gewese 😉


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